Zugriffsmanagement (Access Management)
Definition:
Zugriffsmanagement beschreibt die strukturierte Steuerung und Kontrolle, wer auf welche Systeme, Anwendungen und Daten innerhalb eines Unternehmens zugreifen darf. Ziel ist es, sicherzustellen, dass ausschließlich autorisierte Personen Zugriff auf sensible Informationen erhalten und Sicherheitsrisiken minimiert werden.
Im Zentrum steht das sogenannte „Need-to-know“-Prinzip: Mitarbeitende erhalten nur die Zugriffsrechte, die sie für ihre jeweilige Tätigkeit tatsächlich benötigen. Dadurch wird verhindert, dass unnötig weitreichende Berechtigungen entstehen, die im Falle eines Angriffs ausgenutzt werden könnten.
Ein effektives Zugriffsmanagement umfasst die Vergabe und Verwaltung von Benutzerrechten, regelmäßige Überprüfungen von Berechtigungen sowie das schnelle Entziehen von Zugriffen bei Rollenwechseln oder beim Ausscheiden von Mitarbeitenden. Häufig kommen dabei Systeme wie Identity & Access Management (IAM) oder Privileged Access Management (PAM) zum Einsatz.
Zugriffsmanagement ist ein zentraler Bestandteil der Informationssicherheit und spielt eine wichtige Rolle bei Standards wie ISO 27001 sowie im Rahmen von Anforderungen wie NIS-2.
Beispiel:
Ein Unternehmen stellt fest, dass ehemalige Mitarbeitende weiterhin Zugriff auf interne Systeme haben. Ohne ein strukturiertes Zugriffsmanagement bleibt dies oft unbemerkt und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Durch die Einführung klarer Prozesse wird jeder Zugriff bei Eintritt, Rollenwechsel und Austritt automatisch angepasst. So wird sichergestellt, dass nur aktuelle Mitarbeitende mit passenden Berechtigungen Zugriff auf sensible Daten haben.
👉 Ergebnis: Mehr Sicherheit, klare Verantwortlichkeiten und reduzierte Risiken durch unbefugte Zugriffe.




